Englischer Kanal – West-Teil (26.07. – 02.08.2019)

Am Freitag früh bin ich mit Robert zusammen in Cherbourg angekommen, der wieder nach Hause fahren muss. Als neue Crew erwarte ich Mario und Michael am Samstag Nachmittag.

Michael und Mario kommen in Cherbourg an

Am Sonntag könnten wir im Prinzip auslaufen, aber die Wetterkarte zeigt ein großes Sturmtief, das sich auf die Biskaya zu bewegt. Das muss erst abgewartet werden.

Sturmtief über der Biskaya

Die Situation ist folgende:
Das Tief soll am Dienstag genau über Cherbourg ziehen. Der Westwind nimmt bis dahin stetig zu. Die Häfen südlich und westlich von Cherbourg sind für einen Sturm nicht wirklich geeignet: Braye Harbour (Alderney) ist eine nach Osten hin offene Bucht und St. Peter Port (Guernsey) ist notorisch überfüllt. Die Schiffe liegen im Vorhafen im Päckchen mit bis zu 6 Schiffen nebeneinander. Die Nordbretagne hingegen ist für diese Wetterlage viel zu weit entfernt.

Wir entscheiden uns daher in Cherbourg abzuwarten. Der Platz in Cherbourg ist gut und sicher.

Wir nutzen die Tage um die Gegend zu besichtigen.  Am Sonntag fahren wir mit dem Fahrrad Richtung Barfleur. Das Wetter ist perfekt und wir haben viel Spaß. Unterwegs halten wir in einem kleinen Restaurant und geniessen Galettes. Insgesamt fahren wir 40km mit dem Rad.

Bicycle tour

Bicycle tour
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Am Montag mieten wir uns ein Auto und fahren zum Mont-Saint-Michel. Wie zu erwarten war, ist es dort ziemlich voll, aber das stört uns nicht weiter.

Mont-Saint-Michel

Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel Mont-Saint-Michel


Am Nachmittag fahren wir nach Dinan, essen dort Crêpes und Galettes und lassen die Atmosphäre auf uns wirken.

Dinan

Dinan
Dinan
Dinan
Dinan
Dinan
Dinan
Dinan Dinan Dinan Dinan Dinan Dinan


Abends fahren wir noch nach Dinard, das gegenüber von St. Malo liegt. Die Häuser dort strahlen eine tolle Atmosphäre von längst vergangenen Zeiten aus.

Dinard

Dinard
Dinard
Dinard
Dinard
Dinard
Dinard
Dinard
Dinard Dinard Dinard Dinard Dinard Dinard Dinard


Am Dienstag kaufen wir noch mit dem Mietwagen so ein, so dass wir für einige Tage unabhängig sind. Der Sturm zieht über Cherbourg wie erwartet hinweg. In Guernsey gibt es durch den Sturm Schäden im überfüllten Hafen. Je nach Schilderung hat sich ein Steg zusammen mit den Schiffen gelöst, oder aber er ist sogar gekentert. Wie dem auch sei, wir sind froh, denn wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Cherbourg war immer sicher und wir konnten trotz des Sturms ruhig schlafen.

Am Mittwoch schließlich werden wir nervös. Langsam reicht es uns. Wir wollen endlich weiter und vor allem sind alle Ziele, die ich mir gesteckt hatte, nicht mehr realisierbar. Wir müssen wieder Strecke machen damit der Zeitplan nicht völlig unrealistisch wird. Es hat immer noch zu viel Wind – vor allem Westwind. Die alte Welle steht auch noch. Also wird der Donnerstag als Abfahrtstag festgelegt. Am Donnerstag soll im wesentlichen Flaute herrschen. Das macht fast eine wertvolle Woche, die wir in Cherbourg verloren haben. Segeln ist eben nicht wirklich planbar.

Lange Überlegungen und Diskussionen am Vorabend der Abfahrt lassen nur einen Schluss zu: wir müssen direkt nach Camaret oder Brest fahren um von dort über die Biskaya zu starten, falls sich eine günstige Wetterlage ergibt. Das sind also knapp 190sm mit der Maschine. Donnerstag früh geht es los.

Sailing to Camaret

Sailing to Camaret
Sailing to Camaret
Sailing to Camaret
Sailing to Camaret
Sailing to Camaret
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Wie zu erwarten war, herrscht Flaute. Wir starten gegen den Strom in Cherbourg, gehen dann mit dem Strom durch das Alderney Race, fahren nördlich von Guernsey direkt Richtung westlichstes Kap von Frankreich. Die Strömung sorgt mit bis zu 3,5kn für teilweise 10kn Fahrt über Grund. Natürlich müssen wir wegen des fehlenden Windes mit der Maschine fahren.

Es geht die Nacht durch bis nach Camaret-sur-Mer, wo wir um 13:30 Uhr ankommen, zunächst wieder Diesel tanken und danach vor Anker gehen. Der Hafen ist ziemlich voll, aber es gibt Gästebojen. Die billigste Variante ist der Ankerplatz.

Camaret

Camaret
Camaret
Camaret Camaret


Wir sind ziemlich geschafft und die Aussichten einer Flaute in der Biskaya und Gegenwind sind einfach schlecht. Noch einmal 350sm mit der Maschine um die Biskaya zu überqueren, dazu haben wir keine Lust. Aber welche Alternativen haben wir? Das diskutieren wir beim Abendbrot an Bord. Es bleibt nur noch eine Woche bis Spanien… 

6 Antworten auf „Englischer Kanal – West-Teil (26.07. – 02.08.2019)“

  1. Wie war das mit dem Weg und dem Ziel…?
    Das Mont-Saint-Michel sieht ja toll aus. So direkt am Strand und die Häuschen am Fuße. Eine ganz eigene Welt für sich.
    Der richtige Wind kann eigentlich nur noch kommen nach so viel falschem 😉

  2. … und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute für das neue Lebensjahr.

    (habe ich eben erst von Robert zwischen Tür und Angel gehört)

    Silvia

  3. Hallo Andreas, das ist ja eine mühsame Angelegenheit, tut mir leid für euch. Ich wünsche euch endlich mal den Wind in angemessener Stärke und vor allen Dingen aus der richtigen Richtung.

    Silvia

    P.S. Die Hortensie ist ja Wahnsinn und dann noch in blau

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